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Brustkrebsmonat Oktober: Studie zur Vorbeugung feiert „Bergfest“

[14.10.2008]  Weltweit suchen Forscher eifrig nach Möglichkeiten, die verhindern können, dass sich ein böser Knoten in der Brust bildet. Große Hoffnungen werden dabei in die laufende weltweite IBIS-II-Studie gesetzt. Passend zum Brustkrebsmonat Oktober können die deutschen Initiatoren nun „Bergfest“ feiern: Denn die 500ste Frau von geplant 1.000 Studienteilnehmerinnen hierzulande wurde kürzlich in das Vorbeugungs-Programm aufgenommen.

In Deutschland erkranken jährlich mehr als 57.000 Frauen an Brustkrebs. Von den Ergebnissen der IBIS-II-Studie könnten zukünftig besonders Frauen profitieren, die ein erhöhtes Risiko für eine Brustkrebserkrankung haben. Beispielsweise Frauen aus Familien, in denen gehäuft bösartige Tumoren in der Brust aufgetreten sind, also schon Mutter oder Schwester einen Brustkrebs entwickelten. Oder Frauen, bei deren Brust bereits eine Krebsvorstufe - im Fachjargon DCIS - entdeckt wurde. Im Rahmen der Studie nehmen die Frauen fünf Jahre lang eines von zwei Antihormonen ein und können dadurch ihr Brustkrebs-Risiko erheblich senken. „Bei den Medikamenten handelt es sich um die Wirkstoffe Tamoxifen und Anastrozol,“ erklärt Prof. Dr. Gunter von Minckwitz, Brustkrebsexperte und einer der IBIS-II Studienleiter*. „Wir erwarten Risikominderungen von bis zu 70 Prozent.“ Außerdem werden die Teilnehmerinnen von besonders qualifizierten Ärzten betreut und engmaschig untersucht - auch davon profitieren die Frauen. Denn sollte sich trotzdem ein Brustkrebs entwickeln, wird er früh entdeckt. Die Chancen auf Heilung sind dann sehr gut.

Weltweit nehmen bereits 4.000 Frauen am IBIS-II-Programm teil
Frau A. S.** ist einer der Studienteilnehmerinnen hierzulande. Sie ist froh, dass sie im Rahmen des Programms viel dafür tun kann, dass sich möglichst kein Brustkrebs entwickelt. Denn sie weiß nur zu gut, was der Schicksalsschlag „Brustkrebs“ bedeutet. Ihre Mutter starb bereits mit 46 Jahren am Brustkrebs und ihre Schwester war 39, als ein böser Knoten in ihrer Brust entdeckt wurde. Als dann bei ihr selbst durch eine Mammografie eine Ablagerung in der Brust entdeckt wurde, war der Schrecken natürlich groß. Die Gewebsprobe ergab, dass es sich um eine Krebsvorstufe handelte. Frau A. S. folgte dem Rat ihres Frauenarztes und ließ sich in die IBIS-II-Studie zur Brustkrebs-Vorbeugung aufnehmen. Frauen, die ein erhöhtes Brustkrebs-Risiko haben, ihre Wechseljahre bereits hinter sich haben und nicht älter als 70 Jahre sind, können an der Studie teilnehmen. Im gesamten Bundesgebiet gibt es rund 90 Praxen und Kliniken, die sich am Programm beteiligen. Geleitet wird das Programm hierzulande von der Forschergruppe GBG, die speziell Studien zum Thema Brustkrebs durchführt. Am wissenschaftlichen Programm nehmen bereits weltweit 4.000 Frauen in 18 Ländern teil. Weitere Teilnehmerinnen werden noch gesucht, denn insgesamt sind 10.000 Frauen weltweit geplant.

Nähere Informationen im Internet und über kostenloses Info-Telefon

Nähere Informationen über das IBIS-II-Programm sind im Internet unter www.brustkrebsvorbeugen.de erhältlich. Dort findet sich auch ein Brustkrebs-Risikotest und eine Liste der Praxen und Kliniken, die an der Studie teilnehmen. Außerdem gibt es ein kostenloses Info-Telefon unter der Telefonnummer 0800 4247 9934. Ein Sprachprogramm fragt die Anruferin nach den wesentlichen Teilnahmekriterien. Per Tastendruck wird mit „ja“ oder „nein“ geantwortet. Werden die Voraussetzungen erfüllt, nennt das Programm nach Eingabe der Postleitzahl ein IBIS-II-Prüfzentrum in der Nähe.

* Weitere Studienleiter sind: Prof. Dr. Dr. h.c. M. Kaufmann, Frankfurt, und Prof. Dr. W. Eiermann, München.
**Name und Anschrift sind der Redaktion bekannt

Über die German Breast Group (GBG) und die GBG Forschungs GmbH
Die German Breast Group ist eine Gruppierung wissenschaftlich aktiver Ärzte, welche im Rahmen klinischer Studien präventive, präoperative, adjuvante und palliative Behandlungsformen beim Mammakarzinom untersucht. Zur Durchführung der Studiengründete sich 1981 die German Adjuvant Breast Cancer Group (GABG e.V.), aus der 2003 die GBG Forschungs GmbHhervorging. Durch die Professionalisierung der Struktur konnten mittlerweile mehr als 25.000 Brustkrebspatientinnen ausDeutschland in über 40 Studien behandelt werden. Um diesen Forschungsumfang zu leisten, arbeiten die über 100MitarbeiterInnen der GBG Forschungs GmbH heute mit ca. 500 medizinischen Einrichtungen und rund 700 Prüfärztenzusammen. Die GBG Forschungs GmbH zählt weltweit zu den größten kooperativen Studiengruppen zum Mammakarzinom.Der Geschäftsführer, Prof. Dr. Gunter von Minckwitz, ist mit über 100 wissenschaftlichen Originalpublikationen und als Leiter zahlreicher Therapiestudien ein international anerkannter Wissenschaftler auf dem Gebiet der Brustkrebsforschung.
Nähere Informationen unter www.GermanBreastGroup.de


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Stefanie Hildebrandt
GBG Forschungs GmbH
Schleussnerstrasse 42
63263 Neu-Isenburg

Fon: +49 (0)6102 7480-420
Stefanie.Hildebrandt@GermanBreastGroup.de
http://www.GermanBreastGroup.de


 

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