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Bewährtes Medikament im Test zur Brustkrebs-Vorbeugung/Bereits 3.000 Teilnehmerinnen

[20.11.2007]  Wie hoch ist Ihr Risiko, an Brustkrebs zu erkranken?
Mutter und Schwester von Sybille H.* sind an Brustkrebs erkrankt. „Auch ich habe ein erhöhtes Risiko, dass sich ein bösartiger Knoten in meiner Brust entwickelt,“ berichtet die 61-jährige Hausfrau. Deshalb nimmt Sybille H. an der Studie IBIS-II teil, in der untersucht wird, ob ein bewährtes Brustkrebsmedikament auch vorbeugend wirkt. Seitdem fühlt sie sich sicherer. Für die Studie werden noch Teilnehmerinnen gesucht. Interessierte Frauen können ihr individuelles Risiko im Internet online bestimmen oder über die kostenlose Servicenummer 0800 4247 9934 abklären, ob sie für eine Teilnahme in Frage kommen.

Weltweit arbeiten Forscher an Möglichkeiten, Brustkrebs zu verhindern. Bereits bewiesen ist, dass der Wirkstoff Tamoxifen das Brustkrebsrisiko bei Frauen mit erhöhter Erkrankungsgefahr um 30 bis 40 Prozent senkt. Brustkrebs-Experten setzen jetzt große Hoffnungen in IBIS-II. „Vom Medikament Anastrozol, das wir in IBIS-II untersuchen, erwarten wir eine Risikominderung um 70 Prozent,“ erläutert Prof. Gunter von Minckwitz, Brustkrebsexperte und einer der IBIS-II Studienleiter. Am wissenschaftlichen Programm nehmen bereits weltweit 3.000 Frauen teil. Weitere Teilnehmerinnen werden noch gesucht, denn insgesamt sind 10.000 Frauen geplant. Teilnehmen an IBIS-II können Frauen, die bereits die Wechseljahre hinter sich haben und ein erhöhtes Brustkrebsrisiko aufweisen oder bei denen bereits eine Brustkrebsvorstufe - im Fachjargon DCIS - operativ entfernt wurde.

IBIS-II Teilnehmerinnen werden von Spezialisten zehn Jahre lang sorgfältig betreut

Frauen ohne bisherige Brustkrebserkrankung erhalten fünf Jahre lang das Medikament Anastrozol; die Vergleichsgruppe wird nicht zusätzlich medikamentös behandelt. Frauen, die im letzten halben Jahr wegen eines DCIS operiert wurden, erhalten fünf Jahre lang entweder Tamoxifen oder Anastrozol. Alle Teilnehmerinnen nehmen zehn Jahre lang an einem besonders sorgfältigen Früherkennungsprogramm teil, dazu gehören auch Knochendichtemessungen und Blutuntersuchungen. An 75 Brustkrebszentren in Deutschland wird IBIS-II durchgeführt. Die Teilnahme ist kostenlos.

„Jedes halbe Jahr suche ich die Klinik zur Kontrolluntersuchung auf,“ erläutert Sybille H. „Die Ärzte dort haben sich auf Brustkrebs spezialisiert, sodass ich mich in guten Händen weiß.“ Prof. von Minckwitz betont, dass es sich bei IBIS-II um eine wissenschaftlich hochwertige Untersuchung handelt. Deshalb wurde die Studie mit dem Gütesiegel A der Deutschen Krebsgesellschaft ausgezeichnet.

Bestimmen Sie Ihr Brustkrebsrisiko online unter www.brustkrebsvorbeugen.de

Genaue Informationen zu IBIS-II, den Teilnahmebedingungen und den beteiligten Praxen/Klinken finden interessierte Frauen im Internet unter www.brustkrebsvorbeugen.de. Dort gibt es auch einen Test, mit dem online das eigene Brustkrebsrisiko bestimmt werden kann. Ob eine Teilnahme in Frage kommt, kann auch durch einen kostenfreien Anruf des Info-Telefons 0800 4247 9934 geklärt werden. Ein Sprachprogramm stellt Fragen, die die Anruferin per Tastendruck mit „ja“ oder „nein“ beantwortet. Ist eine Teilnahme möglich, nennt das Sprachprogramm nach Eingabe der Postleitzahl ein an IBIS-II teilnehmendes Brustkrebszentrum in der Nähe. Außerdem können ein Flyer und eine Broschüre zu IBIS-II kostenlos angefordert werden bei: GBG Forschungs GmbH, Kennwort: „IBIS-II-Broschüren“, Schleussnerstr. 42, 63263 Neu-Isenburg.

*Name und Anschrift sind der Redaktion bekannt.

Bilddateien, einen ausführlichen Informationstext zu IBIS-II sowie ein Faktenblatt Brustkrebs finden Sie im Pressebereich.



Rückfragen bitte an:
Stefanie Hildebrandt
GBG Forschungs GmbH
Schleussnerstrasse 42
63263 Neu-Isenburg

Fon: +49 (0)6102 7480-420
Stefanie.Hildebrandt@GermanBreastGroup.de
http://www.GermanBreastGroup.de


 

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