Home > Presse > Pressemitteilungen > „Das IBIS-II-Programm gibt mir Sicherheit!“

„Das IBIS-II-Programm gibt mir Sicherheit!“

[12.02.2007] Das Brustzentrum am Elisabeth-Krankenhaus in Kassel beteiligt sich an dem weltweiten IBIS-II-Programm, einer Untersuchung zur Brustkrebs-Vorbeugung, an der gesunde Frauen mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko teilnehmen können. Zu einem Erfahrungsaustausch trafen sich Programmteilnehmerinnen Anfang des Jahres in Kassel.

Dr. Bettina Conrad/Leiterin des Brustzentrums hatte zu dem Treffen eingeladen. Sie betreut als Prüfärztin mittlerweile rund 20 Frauen aus der Region Kassel, die an dem Programm teilnehmen. Untersucht wird, ob mithilfe des Wirkstoffs Anastrozol, der bereits sehr erfolgreich in der Brustkrebstherapie eingesetzt wird, das Brustkrebsrisiko gesenkt werden kann. Weltweit können 10.000 Frauen teilnehmen. Neben dem Kasseler Zentrum beteiligen sich allein in Deutschland rund 80 auf Brustkrebs spezialisierte Kliniken und Praxen an dem Programm. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass ein erhöhtes Brustkrebsrisiko vorliegt.

Warnzeichen: Brustkrebs in der eigenen Familie

Die Kasseler Studienteilnehmerinnen waren in großer Sorge um die eigene Gesundheit, da enge Verwandte bereits an Brustkrebs erkrankt waren. „Meine Tante und meine jüngere Schwester haben Brustkrebs,“ berichtete die 58-jährige Helene Rest aus Wolfhagen. „Als ich vor zwei Jahren von der Studie erfuhr, war für mich klar, dass ich da mitmache, um mein eigenes Risiko zu senken.“ Auch Sabine Hopf, 61, deren Mutter und Schwester an Brustkrebs erkrankten, fühlt sich sicherer, seitdem sie an der Studie teilnimmt. Durch ihren Mann, dem ehemaligen Leiter des Kasseler Brustzentrums, habe sie sehr früh von der Studie erfahren. Im Rahmen der Untersuchung nimmt sie über fünf Jahre täglich eine Tablette ein. „Außerdem nehme ich in der Studie zehn Jahre lang an einem sehr sorgfältigen Früherkennungs-Programm teil – auch das gibt mir ein Gefühl der Sicherheit“, so Hopf. Denn wenn Brustkrebs früh entdeckt wird, sind die Heilungs-Chancen sehr groß.

Prüfen Sie Ihr eigenes Brustkrebsrisiko!

Die Kasseler Studienteilnehmerinnen begrüßten den Erfahrungsaustausch untereinander. Viele berichteten, dass im eigenen Bekanntenkreis das Thema „Brustkrebs“ noch immer ein Tabuthema ist und beispielsweise Freundinnen lieber den Kopf in den Sand stecken, als regelmäßig zur Vorsorge zu gehen. Dr. Bettina Conrad, Leiterin des Brustzentrums: „Ich rate allen Frauen, sich über ihr eigenes Risiko zu informieren, sich regelmäßig selbst abzutasten und zur Vorsorge zu gehen.“ Und wer tatsächlich ein erhöhtes Brustkrebsrisiko habe, sollte prüfen, ob eine Teilnahme an der Studie sinnvoll sei.
Nähere Informationen zum IBIS-II-Programm erhalten interessierte Frauen auf dieser Internetseite. Unter „ Risikotest “ kann online das individuelle Brustkrebsrisiko überprüft werden. Frauen, die ein erhöhtes Risiko haben und am IBIS-II-Programm teilnehmen möchten, wenden sich am besten an ein Prüfzentrum in Wohnortnähe.

 

Hinweis

Aufgrund fehlender Finanzmittel wird diese Seite zur Zeit nicht mehr aktiv gepflegt. Der aktuelle Stand bleibt zu Ihrer Information erhalten

Fachbegriffe

Lexikon

Mehr Infos zu:

GBG
IBIS-II Studienleiter

Pressekontakt

link >>