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Infotext IBIS-II

Studie zur Brustkrebs-Vorbeugung

Teilnehmerinnen werden noch gesucht

Über 70 Praxen und Kliniken beteiligen sich hierzulande am weltweiten IBIS-II-Programm, mit dessen Hilfe einer Brustkrebserkrankung vorgebeugt werden soll. Teilnehmen daran können Frauen, die ein erhöhtes Brustkrebsrisiko haben und bereits in den Wechseljahren sind. Ziele:

Weltweit untersuchen Forscher, welche Möglichkeiten es gibt, Brustkrebs zu verhindern. Fakt ist, dass das altbe-kannte Antihormon Tamoxifen bei Frauen mit erhöhtem Brustkrebsrisiko vorbeugend wirkt. Im IBIS-II-Programm wird nun die Wirksamkeit eines modernen Antihormons, des Anastrozols, geprüft. 10.000 Frauen weltweit können am Programm teilnehmen. In Deutschland gibt es bereits rund 400 Studienteilnehmerinnen, weitere 600 können in den nächsten Monaten noch aufgenommen werden. Teilnehmen können Frauen mit erhöhtem Brustkrebsrisiko, die zwischen 40 und 70 Jahre alt sind und deren letzte Regelblutung mindestens ein Jahr her ist.

IBIS-II-Programm: Risikosenkung plus optimale Früherkennung

Das IBIS-II-Programm teilt sich in zwei Studien auf: An der ersten Studie können gesunde Frauen teilnehmen, die ein hohes Risiko haben, an Brustkrebs zu erkranken. Das ist beispielsweise der Fall, wenn bereits weibliche Verwandte an Brustkrebs erkrankt sind. Die Studienteilnehmerinnen erhalten über fünf Jahre entweder ein Scheinmedikament oder das Antihormon Anastrozol.

An der zweiten Studie nehmen Patientinnen teil, die innerhalb der letzten sechs Monate wegen einer Brustkrebs-vorstufe - im Fachjargon „ DCIS“ - operiert wurden. Sie erhalten über fünf Jahre entweder Tamoxifen oder Anastrozol.

Ein Vorteil des IBIS-II-Programms ist, dass die Teilnehmerinnen über 10 Jahre an einem besonders sorgfältigen Früherkennungsprogramm teilnehmen. Zusätzlich werden Blutuntersuchungen und Knochendichtemessungen durchgeführt. Alle Untersuchungen werden von spezialisierten Ärzteteams bewertet. Sollte sich also tatsächlich bei den Teilnehmerinnen ein Brustkrebs entwickeln, bestehen beste Aussichten, dass der Tumor früh entdeckt wird und dadurch die Chance auf Heilung optimal ist.

Deutsche Krebsgesellschaft zeichnet IBIS-II Programm mit Gütesiegel A aus

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Wirksamkeit und Sicherheit von neuen Therapien unter objektiven, wissenschaftlichen Bedingungen zu überprüfen. Dabei sind derartige Studien sehr strengen Anforderungen unterworfen. In einem ausführlichen Studienprotokoll wird die Vorgehensweise genau beschrieben und unabhängige Ethik-Kommissionen müssen u.a. die Studie genehmigen.

Studien, die sich mit dem Thema Krebs befassen, können zusätzlich durch die Deutsche Krebsgesellschaft beurteilt werden. Weisen die überprüften Studien eine hohe Qualität auf, erhalten sie ein "Gütesiegel". Die beste Bewertung - das Gütesiegel A - kann nur eine Studie erhalten, der ein innovatives Konzept mit einer richtungsweisenden Frage-stellung zugrunde liegt. Studiendesign und -protokoll müssen zudem eine hohe Qualität aufweisen.

Das IBIS-II-Programm wurde von der Deutschen Krebsgesellschaft geprüft und mit dem Gütesiegel A ausgezeichnet.

Brustkrebsforschergruppe ermöglicht Programm in Deutschland

Die Mitglieder der deutschen Brustkrebsforschergruppe „German Breast Group“ haben durch ihr Engagement die Durchführung der Studie in Deutschland ermöglicht. Die Forscher hoffen, dass die Studienteilnehmerinnen ihr erhöhtes Brustkrebsrisiko durch das IBIS-II-Programm wirksam verringern können. Die Leitung der Studie hierzulande haben die renommierten Brustkrebsexperten Prof. Dr. Manfred Kaufmann, Universitäts-Frauenklinik Frankfurt am Main, Prof. Dr. Wolfgang Eiermann, Frauenklinik vom Roten Kreuz in München und Prof. Dr. Gunter von Minckwitz, Universitäts-Frauenklinik Frankfurt und Geschäftsführer der GBG Forschungs GmbH, Neu Isenburg übernommen.

Kostenlose Teilnahme am IBIS-II-Programm

Alle Untersuchungen und Medikamente im Rahmen des IBIS-II-Programms sind für die Teilnehmerinnen kostenlos. Dabei werden die Kosten der Vorsorgeuntersuchungen, die Frauen mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko zustehen, im Allgemeinen von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen.

Die Medikamente werden von der Firma AstraZeneca/Großbritannien zur Verfügung gestellt. Diese Firma hat jedoch keinen Einfluss auf die Durchführung der Studie.

Das IBIS-II-Programm wird ferner weltweit durch Forschungsgruppen finanziell unterstützt, in denen sich Brustkrebsexperten zusammengeschlossen haben: zum einen durch die internationale IBIS (International Breast Cancer Intervention Study Group) und zum anderen durch die deutsche GBG (German Breast Group).

Nähere Informationen im Internet

Wer sich näher über das IBIS-II-Programm informieren möchte, findet ausführliche Informationen auf der englischsprachigen Internetseite www.ibis-trials.org und auf der deutschen Seite www.brustkrebsvorbeugen.de. Auf der deutschen Internetseite findet sich auch ein Test, mit dem online das eigene Brustkrebsrisiko bestimmt werden kann und eine Liste der Praxen und Kliniken, die in Deutschland am IBIS-II-Programm teilnehmen.

Ob eine Teilnahme in Frage kommt, kann auch durch einen kostenfreien Anruf des Info-Telefons 0800 4247 9934 geklärt werden. Ein Sprachprogramm stellt Fragen, die die Anruferin per Tastendruck mit „ja“ oder „nein“ beantwortet. Ist eine Teilnahme möglich, nennt das Sprachprogramm nach Eingabe der Postleitzahl ein an IBIS-II teilnehmendes Brustkrebszentrum in der Nähe.

 

Rückfragen bitte an:
Stefanie Hildebrandt
GBG Forschungs GmbH
Schleussnerstrasse 42
63263 Neu-Isenburg

Fon: +49 (0)6102 7480-420
Stefanie.Hildebrandt@GermanBreastGroup.de
http://www.GermanBreastGroup.de

 


 

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