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Faktenblatt IBIS-II

  • Ziele:
    Aufklärung rund um das Thema Brustkrebs mit Schwerpunkt Risikofaktoren, Früherkennung und Präventionsmaßnahmen. Jede Frau sollte ihr persönliches Brustkrebsrisiko kennen, um gegebenenfalls geeignete Maßnahmen zur Vorbeugung ergreifen zu können.

  • Initiatoren:
    Deutsche Brustkrebs-Studiengruppe GABG e.V. (= German Adjuvant Breast Cancer Group)
    Homepage: www.gabg.de

  • Angebote der Kampagne:
    Informationsangebot auf der Internetseite www.brustkrebsvorbeugen.de über Brustkrebs (Risikofaktoren, Früherkennung, Präventionsmaßnahmen, Diagnose, Behandlungen, aktuelle Themen und Nachrichten), Online-Bestimmung des persönlichen Brustkrebsrisikos anhand eines Tests mit sieben Fragen, Empfehlungen zu Maßnahmen der Früherkennung. Für Frauen mit erhöhtem Risiko: Informationen über das Präventionsprogramm IBIS-II.

  • Wissenschaftlicher Hintergrund zum Präventionsprogramm IBIS-II:
    Antihormone wie das Antiöstrogen Tamoxifen und der Aromatasehemmer Anastrozol unterdrücken die Wirkung des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen, das bei den meisten Brusttumoren das Krebswachstum anregt.
    In mehreren Studien wurde nachgewiesen, dass Tamoxifen bei gesunden Frauen das Brustkrebsrisiko um 38 Prozent senken kann. Allerdings können unter Tamoxifen gehäuft Gebärmutterhalskrebs und Thromboembolien auftreten. Experten empfehlen den Einsatz von Tamoxifen deshalb nur bei Frauen, die ein stark erhöhtes Brustkrebsrisiko haben.
    Anastrozol hat in einer Reihe von klinischen Studien zur Brustkrebstherapie eine signifikant bessere Wirksamkeit als Tamoxifen bewiesen und ist zudem besser verträglich. Deshalb wird im IBIS-II-Programm die vorbeugende Wirkung des Aromatasehemmer Anastrozol mit Tamoxifen bzw. Plazebo bei gesunden Frauen mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko verglichen. Erwartet wird, dass Anastrozol mindestens genauso gut wie Tamoxifen den Brustkrebs verhindert, aber besser als Tamoxifen vertragen wird.

  • Internationales Präventionsprogramm IBIS-II:
    Ziel: Brustkrebsprävention mit Anastrozol im Vergleich zu Tamoxifen bzw. Placebo
    Teilnehmerinnen: gesunde Frauen nach den Wechseljahren (Alter: 40-70 Jahre) mit einem erhöhten Risiko für Brustkrebs
    Studiendauer: fünfjährige Antihormontherapie plus fünfjährige Nachbeobachtungszeit
    Untersuchungen während der Antihormonbehandlung: Tastuntersuchung mindestens einmal jährlich, Mammographie mindestens alle zwei Jahre, bei Bedarf zusätzlich Ultraschalluntersuchung, Blutprobe bei Studienbeginn und am Ende der Antihormontherapie.
    Nachbeobachtung: telefonischer Kontakt einmal pro Jahr
    Geplante Anzahl der Studienteilnehmerinnen: international 10.000, davon 1.000 in Deutschland
    Studienleitung international: J. Cuzick, Cancer Research UK/London/England, J. Forbes, ANZ Breast Cancer Trials Group/Newcastle/Australien und A. Howell, Christie Hospital/Manchester/England
    Studienleitung Deutschland: Prof. Manfred Kaufmann/Direktor der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt und Prof. Wolfgang Eiermann/Ärztlicher Direktor der Frauenklinik vom Roten Kreuz in München

    Ausführliche Informationen finden Sie unter dem Menüpunkt „Das IBIS-II-Programm“ auf der Seite www.brustkrebsvorbeugen.de

  • Prominente Frauen, die die Kampagne in Deutschland unterstützt haben:
    Schauspielerin Katharina Thalbach, Buchautorin und Stiftungsgründerin Annette Rexrodt von Fircks.
      

Quellen:
Informationen auf www.brustkrebsvorbeugen.de
Cuzick, J., et al., Overview of the main outcomes in breast-cancer prevention trials. Lancet 361 (2003) 296 – 300.

 

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