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Faktenblatt Brustkrebs

  • Häufigkeit Neuerkrankungen:
    Brustkrebs ist die häufigste bösartige Erkrankung bei Frauen in den westlichen Ländern: Pro Jahr erkranken allein in Deutschland über 55.000 Frauen an Brustkrebs.

  • Sterblichkeit:
    Pro Jahr versterben zirka 17.800 Frauen in Deutschland an Brustkrebs

  • Erkrankungsalter:
    Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei etwas über 62 Jahren, 42 Prozent (etwa 23.200 Frauen) erkranken im Alter unter 60 Jahren.

  • Prognose/relative Fünf-Jahres-Überlebensrate:
    Durchschnittlich, alle Stadien (Angabe der deutschen Krebsregister)     79 Prozent
    Die Prognose einer Krebserkrankung wird häufig in der Fünf-Jahres-Überlebensrate angegeben. Die relative Rate gibt in Prozent an, wie viele der Erkrankten fünf Jahre nach der Diagnose nicht an Brustkrebs verstorben sind.

  • Prognose/relative Fünf-Jahres-Überlebensraten nach Stadium bei Diagnose:
    Bei Tumoren, die auf die Brust beschränkt sind ohne Lymphknotenbefall:     97 Prozent
    Bei Tumoren mit Lymphknotenbefall:     81 Prozent
    Bei Tumoren mit Fernmetastasen:     23 Prozent
    (Zahlen aus „Facts & Figures“ der Amerikanischen Krebsgesellschaft, 2006)

  • Risikofaktoren:
    Alter über 50 Jahre, Mutationen an den Brustkrebsgenen BRCA1 und/oder 2 (betrifft 5 Prozent aller neu Erkrankten), familiäre Belastung: d.h. bereits an Brustkrebs erkrankte weibliche Familienmitglieder wie Mutter oder Schwester (betrifft 15 Prozent aller neu Erkrankten), erste Regelblutung im Alter unter 12 Jahren, letzte Regelblutung im Alter über 52 Jahren, keine oder erste Geburt nach dem 30sten Lebensjahr, Vorhandensein von bestimmten gutartigen oder „Vorläufer"-Brustkrebserkrankungen. Frauen, in deren naher Verwandtschaft Brustkrebserkrankungen aufgetreten sind.

    Östrogen- und progesteronhaltige Ovulationshemmer (»Pille«) erhöhen das Brustkrebsrisiko geringfügig, wirken sich allerdings günstig auf das Risiko für Endometriumkarzinom und Eierstockkrebs aus. Das Risiko verliert sich statistisch außerdem rund zehn Jahre nach dem Absetzen. Wissenschaftliche Studien weisen ferner darauf hin, dass die Hormontherapie mit Östrogenen oder insbesondere einer Kombination von Östrogenen und Gestagenen in Klimakterium und Postmenopause das Brustkrebsrisiko erhöht.

    In vielen Studien wurde eine Risikosteigerung durch Übergewicht, Bewegungsmangel und in gewissem Umfang durch regelmäßigen Alkoholkonsum beobachtet, während regelmäßige körperliche Aktivität und Sport einen günstigen Einfluss haben.

  • Trends:
    Die Brustkrebsinzidenz steigt in Deutschland seit 1970 stetig an, während die Mortalität seit Mitte der 1990er Jahre leicht sinkt. Brustkrebs ist in den bevölkerungsbezogenen Krebsregistern mittlerweile eine der am besten erfassten Lokalisationen. Damit bietet die Datengrundlage eine gute Basis für die Berechnung der deutschlandweiten Inzidenz.

  • Früherkennung:
    gesetzlich: ab 30sten Lebensjahr jährliche Tastuntersuchung durch den Frauenarzt sowie Überprüfung von Risikofaktoren anhand der Anamnese.
    Mammographie-Screening: Derzeit wird ein strukturiertes und qualitätsgesichertes Mammographie-Screening-Programm für alle Frauen im Alter von 50–69 Jahren zur Früherkennung von Brustkrebs flächendeckend von der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte und Krankenkassen in Kooperation mit den Ländern eingeführt.

    empfohlen: monatliche Selbstuntersuchung der Brust, zusätzliche Maßnahmen bei Frauen mit erhöhtem Risiko wie regelmäßige Mammographie oder Ultraschalluntersuchung.

  • Behandlungsmöglichkeiten:
    bei lokal begrenztem Tumor: Operation plus adjuvante („vorsorgliche/unterstützende“) Behandlung zur Senkung des Rückfallrisikos (Bestrahlung und medikamentöse Behandlung mit einer Antihormon-, Chemo- oder Antikörpertherapie). Ziel ist die Heilung.

    bei metastasiertem Tumor: palliative Behandlung mit einer Antihormon- Chemo- oder Antikörpertherapie, eventuell Operation und/oder Bestrahlung. Ziel ist die Linderung von Beschwerden, Lebensverlängerung und Erhalt der Lebensqualität

Quellen:
Informationen auf www.brustkrebsvorbeugen.de
„Krebs in Deutschland“ Herausgeber: Arbeitsgemeinschaft Bevölkerungsbezogener Krebsregister in Deutschland 5. Ausgabe, Saarbrücken, 2006
Relative 5-Jahren-Überlebensdaten: "Cancer Facts & Figures" Herausgeber: Amerikanische Krebsgesellschaft, 2006


 

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