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Vorbeugen mit Bewährtem

Bewährte Medikamente im Vergleich: Anastrozol und Tamoxifen

Im IBIS-II-Programm wird das Medikament Anastrozol zur Vorbeugung von Brustkrebs eingesetzt. Bei einem Teil der Patientinnen wird es dabei mit der Wirkung von Tamoxifen verglichen. Bei beiden handelt es sich um Medikamente, die bereits seit Jahren zur Behandlung des Brustkrebses eingesetzt werden – und das sehr erfolgreich. Warum diese Medikamente so wirksam sind und worin sie sich unterscheiden, erfahren Sie in den folgenden Abschnitten.

Wie wirkt das Antiöstrogen Tamoxifen?

Das Geschlechtshormon Östrogen fördert das Wachstum von Brustkrebs. Deshalb ist es möglich, mit einem Antiöstrogen, das die Wirkung von Östrogen hemmt, das Wachstums des Brustkrebses zu verringern. Tamoxifen ist so ein Antiöstrogen. Es wird bereits seit 1971 zur Behandlung des Brustkrebses eingesetzt.

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Wie wirkt der Aromatasehemmer Anastrozol?

1995 wurde mit Anastrozol der erste Aromatasehemmer zugelassen. Die Aromatasehemmer blockieren im Körper Stoffe, die zur Bildung des  Östrogens notwendig sind. Somit stellen die Aromatasehemmer eine Weiterentwicklung der Antiöstrogene dar, weil sie bereits die Bildung des Östrogens verhindern, also früher als die Antiöstrogene eingreifen.

Anastrozol wird bereits erfolgreich zur Therapie von fortgeschrittenem Brustkrebs eingesetzt. In einer weltweit durchgeführten klinischen Studie wurde darüber hinaus kürzlich gezeigt, dass die Therapie mit Anastrozol auch dann erfolgreich ist, wenn sie in einem frühen Brustkrebsstadium eingesetzt wird.

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Welchen Vorteil hat Anastrozol gegenüber Tamoxifen?

Bei jedem Medikament können neben der gewünschten Wirkung auch Nebenwirkungen auftreten. Bei den meisten Patienten ist es so, dass der Nutzen - also die Wirkung - bei weitem die Nachteile - die Nebenwirkungen - überwiegt.

Trotzdem bemühen sich Wissenschaftler, neben besser wirksamen Medikamenten auch Medikamente zu entwickeln, die besser verträglich sind.

Bei dem Aromatasehemmer Anastrozol scheint das gelungen zu sein: Anastrozol wirkt mindestens genauso gut wie Tamoxifen, ist aber besser verträglich. Das hat man in Studien an Brustkrebspatienten festgestellt. Deshalb wird man im IBIS-II-Programm neben der Wirksamkeit auch die Verträglichkeit von Anastrozol bei der Vorbeugung untersuchen.

Welche neuen Vorgehensweisen werden im IBIS-II-Programm untersucht?

Bisher werden Frauen mit erhöhtem Brustkrebsrisiko in der klinischen Praxis nicht medikamentös behandelt, sondern ausschließlich umfangreich und engmaschig mit Früherkennungsmaßnahmen kontrolliert. Dabei wird üblicherweise eine >>> 3 >>> Mammographie und gegebenenfalls eine Ultraschall-Untersuchung durchgeführt.
Im IBIS-II-Programm wird geprüft, ob die Vorbeugung bei diesen Frauen noch wirksamer ist, wenn man neben den üblichen Früherkennungsmaßnahmen noch zusätzlich mit einem Medikament vorbeugt.

Ergebnisse aus anderen klinischen Prüfungen haben bereits deutliche Hinweise geliefert, dass Medikamente Brustkrebs vorbeugen können. Diese Befunde sollen noch einmal an einer großen Anzahl von Frauen überprüft werden. Es ist vorgesehen, dass weltweit 10.000 Frauen am IBIS-II-Programm teilnehmen. In Deutschland werden es voraussichtlich etwa 1.000 Frauen sein. Das IBIS-II-Programm wird weltweit, so auch in Deutschland, von Experten auf dem Gebiet Brustkrebs durchgeführt.

 

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