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Wichtig: Früherkennung

Verbesserte Chance auf Heilung

Da Brustkrebs in frühen Stadien keine Beschwerden oder Schmerzen verursacht, wird er häufig erst spät entdeckt. Ein rechtzeitiges Erkennen verbessert jedoch die Erfolgsaussichten der Behandlung entscheidend! Daher ist es sehr wichtig, Früherkennungsmöglichkeiten wirksam zu nutzen. Welches sind die wesentlichen Routine-Früherkennungsmaßnahmen?

Selbstuntersuchung der BrustSelbstuntersuchung der Brust

Eine wichtige Früherkennungsmaßnahme stellt nach wie vor die regelmäßige Selbstuntersuchung der Brust dar, denn jede Frau kennt ihren Körper am besten und spürt Veränderungen als erste. 80 Prozent aller an Brustkrebs erkrankten Frauen haben den Knoten selbst in ihrer Brust entdeckt. Jede Frau sollte spätestens ab dem 30. Lebensjahr einmal monatlich ihre Brust abtasten, am besten jeweils acht Tage nach der Periode, da die Brust dann weicher ist als vor der Regelblutung. Sollten Sie Ihre Brust noch nicht regelmäßig einmal monatlich abtasten, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin und lassen sich erklären, wie man die Selbstuntersuchung bestmöglich durchführt. Auch gibt es zahlreiche bebilderte Broschüren, die zur Selbstuntersuchung anleiten.

Ärztliche klinische Untersuchung

Ab dem 30. Lebensjahr sollten Sie einmal jährlich eine Brustkrebs- Früherkennungsuntersuchung bei Ihrem Frauenarzt/Ihrer Frauenärztin durchführen lassen. Dazu gehört ein sorgfältiges Abtasten der Brüste sowie der Lymphknoten in den Achselhöhlen und eine Untersuchung der Haut durch den Arzt/die Ärztin.

Mammographie

Eine spezielle Röntgenuntersuchung der Brust zur Früherkennung von Brustkrebs ist die Mammographie, die Knoten auch unterhalb der tastbaren Größe von etwa einem Zentimeter sichtbar machen kann.
Derzeit wird in Deutschland das Mammographie-Screening flächendeckend eingeführt. Dabei handelt es sich um ein Programm für Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren. Sie werden alle zwei Jahre zur Mammographie eingeladen. So können sehr kleine Krebsherde frühzeitig erkannt und damit die Sterblichkeitsrate erheblich gesenkt werden. Die Teilnahme am Programm ist freiwillig und kostenlos.
Die Internetseite www.ein-teil-von-mir.de informiert in sieben Sprachen über das Mammographie-Screening und gibt einen aktuellen Überblick, wie weit die Einführung in den einzelnen Regionen gediehen ist. Fragen zum Screening beantwortet auch der telefonische Informationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) unter der Telefonnummer 06221 - 42 41 42. Der Service ist montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr zu erreichen.
Bei Frauen mit einem erhöhten Brustkrebs-Risiko kann es sinnvoll sein, Mammographien bereits in jüngeren Jahren oder häufiger durchzuführen. Die Entscheidung, ob und wann die Röntgenuntersuchung der Brust durchgeführt werden soll, trifft der Arzt/die Ärztin immer individuell bei jeder Frau.

Brust- Ultraschalluntersuchung

Diese Untersuchung gilt nicht als Routine-Früherkennungsmaßnahme, sondern wird vor allem dann eingesetzt, wenn das Resultat einer Mammographie unklar ist. Bei dieser Untersuchung werden statt Röntgenstrahlen Ultraschallwellen eingesetzt. Die Ultraschalluntersuchung ist bei bindegewebsreicher Brust, also besonders bei Frauen vor den Wechseljahren, besonders aussagekräftig und sollte daher in dieser Altersgruppe ergänzend durchgeführt werden.

Empfehlungen zum Früherkennungsprogramm für Brustkrebs bei Frauen ohne erhöhtes Risiko:

AlterUntersuchung
Zeitpunkt/Häufigkeit
Ab dem 30. LebensjahrSelbstuntersuchung der BrustMonatlich
 Ärztliche klinische UntersuchungJährlich
Ab dem 40. LebensjahrMammographie
(eventuell zusätzlichBrust- Ultraschall)
Individuell
50. –70. Lebensjahr MammographieIndividuell/mindestens
alle 2 Jahre


 


 

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