Home > Interessierte Frauen > Brustkrebs > Ist Brustkrebs erblich?

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. | Drucken |

Ist Brustkrebs erblich?

Brustkrebsgene  BRCA-1 und BRCA-2

Brustkrebs kann vererbt werden. Jedoch liegt der Anteil der Patientinnen, die an erblich bedingtem Brustkrebs erkranken, lediglich bei etwa fünf bis zehn Prozent. In 95 Prozent der Fälle hat der Krebs andere Ursachen und entwickelt sich spontan. Verantwortlich für erblich bedingten Brustkrebs sind vor allem Veränderungen, so genannte Mutationen der Brustkrebsgene wie etwa  BRCA-1 und BRCA-2. Die Abkürzung BRCA steht für das Englische BReast CAncer (Brustkrebs). Auch Männer, bei denen das BRCA-2 Gen verändert ist, haben ein erhöhtes Brustkrebsrisiko.

Große Studien mit Familien, in denen gehäuft Brustkrebs auftritt, haben mittlerweile ergeben, dass es außer diesen Genen wahrscheinlich noch weitere Veränderungen des Erbmaterials gibt, die das Risiko erhöhen, an Brustkrebs zu erkranken.

Hinweise auf ein erblich erhöhtes Brustkrebsrisiko

Folgende Hinweise deuten auf eine familiäre Häufung und auf ein möglicherweise erhöhtes Risiko für Brustkrebs hin:
      
  • Mindestens zwei Frauen der Familie (Mutter, Schwester, Tochter oder selbst erkrankt) mit Brust- und/oder Eierstockkrebs, wobei mindestens eine Frau zum Zeitpunkt der Erkrankung unter 50 Jahre alt gewesen ist.
  • Eine Frau der Familie (Mutter, Schwester, Tochter oder selbst erkrankt) mit einseitigem Brustkrebs, wobei die Erkrankung im Alter von 30 Jahren oder früher aufgetreten ist.
  • Eine Frau der Familie (Mutter, Schwester, Tochter oder selbst erkrankt) mit beidseitigem Brustkrebs, wobei die Erkrankung im Alter von 40 Jahren oder früher aufgetreten ist.
  • Eine Frau der Familie (Mutter, Schwester, Tochter oder selbst erkrankt), bei der Brust- und Eierstockkrebs aufgetreten sind.
  • Ein männlicher Verwandter mit Brustkrebs.
(Einschlusskriterien des Verbundprojektes Familiärer Brust- und Eierstockkrebs der Deutschen Krebshilfe)

Beratungszentren „Familiärer Brustkrebs“

Sollte es in Ihrer Familie Hinweise auf ein erblich bedingtes erhöhtes Brustkrebsrisiko geben, sollten Sie dies mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin besprechen. Sie werden dann möglicherweise an ein spezialisiertes Zentrum überwiesen.
Frauen aus Familien, in denen Brustkrebs überaus häufig auftritt, können zur Beratung spezielle Zentren aufsuchen. In Deutschland wurden dazu mehrere Zentren „Familiärer Brustkrebs” eingerichtet. Neben der Beratung kann hier gegebenenfalls auch eine genetische Diagnose erstellt werden, um Veränderungen in den BRCA-1- und BRCA-2-Genen zu erkennen.
Die Adressen und Telefonnummern der "Schwerpunktzentren zur Betreuung des familiären Mamma- und Ovarialkarzinoms" finden Sie im Abschnitt "Adressen/Links".
 

Hinweis

Aufgrund fehlender Finanzmittel wird diese Seite zur Zeit nicht mehr aktiv gepflegt. Der aktuelle Stand bleibt zu Ihrer Information erhalten

Fachbegriffe

Lexikon