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Gibt es Risikofaktoren?

Bekannte  Risikofaktoren

Obwohl die Ursachen für Brustkrebs noch ziemlich im Dunkeln liegen, kennt man eine Reihe von Risikofaktoren. Darunter verstehen wir Merkmale, die das persönliche Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, erhöhen. Aber niemand kann sicher sagen, welche Faktoren letztendlich und im individuellen Fall Brustkrebs auslösen können.     
          
  • Das Lebensalter
    Das Brustkrebsrisiko nimmt mit dem Alter zu. Die Mehrzahl der Brustkrebserkrankungen tritt jenseits des 50. Lebensjahres auf. Dies ist darauf zurückzuführen, dass mit zunehmenden Alter fehlerhafte Zellteilungen wahrscheinlicher werden
  • Frühe erste Regelblutung
    Frauen, die vor dem 12. Lebensjahr in die Pubertät gekommen sind, müssen mit einem leicht erhöhten Brustkrebsrisiko rechnen. Man führt dies darauf zurück, dass diese Frauen über einen langen Zeitraum das weibliche Geschlechtshormon Östrogen bilden, dem bei der Entstehung von Brustkrebs eine Rolle zugeschrieben wird.
  • Kinderlosigkeit oder erstes Kind erst nach dem 30. Lebensjahr
    Frauen, die bei der ersten ausgetragenen Schwangerschaft über 30 Jahre alt waren, und Frauen, die nie Kinder geboren haben, haben ein gering erhöhtes Brustkrebsrisiko.
  • Familiäre Belastung
    Die Veranlagung, an Brustkrebs zu erkranken, kann vererbt werden.. Eine Frau, deren Angehörige ersten Grades, also Mutter oder Schwester, schon einmal an Brustkrebs erkrankt waren, hat ein höheres Risiko, selbst zu erkranken. Lesen Sie dazu auch den Abschnitt „Ist Brustkrebs erblich?
  • Nachweis von veränderten Brustzellen nach Gewebeentnahme
    Wenn durch eine Gewebsprobe schon einmal eine Veränderung des Brustgewebes festgestellt wurde, besteht ein erhöhtes Risiko, an Brustkrebs zu erkranken.
    Eine Gewebsprobe, eine so genannte Biopsie, wird entnommen, wenn durch Abtasten und/oder eine Mammographie eine Veränderung bemerkt wurde. Die Biopsie wird unter dem Mikroskop auf entartete Brustzellen hin untersucht. Man nennt diese entarteten Zellen Atypische Brustzellen .

Bedeutung der Risikofaktoren

Wenn Sie Risikofaktoren für eine Brustkrebserkrankung haben, besteht bei Ihnen eine höhere Wahrscheinlichkeit, an Brustkrebs zu erkranken als bei einer Frau, die keine Risikofaktoren aufweist.
Dabei ist es wichtig, sich darüber klar zu sein, dass es um Wahrscheinlichkeiten geht! Das bedeutet, dass es Frauen gibt, die alle Risikofaktoren haben, aber trotzdem keinen Brustkrebs bekommen.

Bei der Früherkennung spielen die Risikofaktoren eine Rolle: zum Beispiel raten Ärzte den Frauen mit erhöhtem Risiko, häufiger eine Mammographie durchzuführen als Frauen ohne erhöhtes Risiko. Mehr zu den Möglichkeiten der Früherkennung finden Sie im Abschnitt „Wichtig: Früherkennung“.
 

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