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Langzeitstudie der WHO: Doch Krebsrisiko durch Mobiltelefone?

[12.12.2009] Sind Mobiltelefone gesundheitsgefährdend? Lösen die Strahlen der Handys Krebs aus? Diese Fragen werden immer wieder diskutiert. Studien ergaben widersprüchliche Ergebnisse. Eine Langzeitstudie der WHO soll nun einen Zusammenhang zwischen Handynutzung und der Entstehung von Krebs vermuten lassen.

Die britische Tageszeitung „Daily Telegraph“ berichtet über eine von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beaufsichtigte Langzeitstudie. Der Vorbericht spricht laut „Daily Telegraph“ von einem „signifikant erhöhten Risiko für verschiedene Hirntumore im Zusammenhang mit einer Handynutzung von zehn oder mehr Jahren“. Für die Untersuchung wurden vier Jahre lang rund 12.800 Menschen in 13 Ländern nach ihren Handynutzungsgewohnheiten befragt. Darunter befanden sich sowohl Tumorpatienten als auch gesunde Nutzer. Der schweizerische „Tages-Anzeiger“ meldet, dass die vollständige Studie noch in diesem Jahr veröffentlicht werden soll.

Widersprüchliche Ergebnisse zum Thema „Mobilfunk und Gesundheit“

Entwarnung gaben dagegen die Ergebnisse des sechsjährigen Forschungsprogramms des Umweltministeriums, das vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) betreut wurde. Darin stellen BfS und die Strahlenschutzkommission (SSK) übereinstimmend fest, dass das Forschungsprogramm keine Erkenntnisse erbracht hat, die die geltenden Grenzwerte aus wissenschaftlicher Sicht in Frage stellen. Auch konnten bestehende Hinweise auf mögliche Risiken unterhalb der geltenden Grenzwerte nicht bestätigt werden. Trotzdem geben Gesundheitsorganisationen immer wieder die Empfehlung heraus, möglichst wenig mobil zu telefonieren, möglichst nicht im Auto und in Regionen mit schlechtem Empfang das Handy zu benutzen.

Mit Spannung werden deshalb die genauen Zahlen der neuen WHO-Langzeitstudie erwartet. Diese sind allerdings noch unter Verschluss, da die komplette Untersuchung einem wissenschaftlichen Magazin zur Veröffentlichung vorliegt.

Quellen:
WANC 26.10.09/ WHO, Daily Telegraph



 

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