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Brustkrebs: die häufigsten Irrtümer

[08.12.2009] Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen. In Deutschland erkranken jedes Jahr 57.000 Frauen daran. Trotz zahlreicher Aufklärungskampagnen halten sich hartnäckig Irrtümer über die Krankheit.

Der gemeinnützige Verein Susan G. KOMEN Deutschland ist einer der vielen Organisationen, die über Brustkrebs aufklären. Denn nach wie vor wird bei vielen Frauen die Krankheit erst spät oder sogar zu spät erkannt. Susan Atwell, Botschafterin von Susan G. Komen Deutschland e.V., zählt die häufigsten elf Falschannahmen in puncto Brustkrebs auf:
  • Irrtum 1: Nur Frauen können Brustkrebs bekommen. Stimmt nicht! Brustkrebs ist zwar bei Männern wesentlich seltener als bei Frauen, aber immerhin wird hierzulande pro Jahr bei 400 Männern ein Brustkrebs entdeckt.
  • Irrtum 2: Je größer der Busen, desto größer das Krebsrisiko. Nein, Tumorzellen können sich in kleinen Brüsten genauso schnell ausbreiten wie in großen Brüsten.
  • Irrtum 3: Hat die Mutter Brustkrebs, erkrankt die Tochter auch. Auch das ist so nicht richtig. Zwar ist das persönliche Brustkrebsrisiko einer Frau erhöht, wenn eine enge Verwandte, wie z. B. die Mutter, bereits an Brustkrebs erkrankt ist. Das heißt aber auf keinen Fall, dass die Tochter zwangsläufig auch erkrankt. Frauen, bei denen Brustkrebs in der Familie aufgetreten ist, sollten mit dem Arzt über ihr persönliches Brustkrebsrisiko sprechen.

  • Irrtum 4: Brustkrebs trifft nur ältere Frauen. Nein. Auch junge Frauen können von Brustkrebs betroffen sein. Allerdings erkranken die meisten Frauen nach dem 50. Lebensjahr. Frauen müssen wissen, dass das Risiko zu erkranken, mit dem Alter steigt.

  • Irrtum 5: Brustkrebs trifft in Deutschland nur jede 100. Frau. In Deutschland erkranken jährlich rund 57.000 Frauen neu an Brustkrebs, d. h. hierzulande wird inzwischen jede achte bis neunte Frau im Laufe ihres Lebens mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert. Brustkrebs stellt damit die häufigste Krebserkrankung bei Frauen dar.

  • Irrtum 6: Brustkrebs kann man nicht bekommen, wenn man schwanger ist oder stillt. Stimmt nicht. Die Erkrankung kann auch in der Schwangerschaft und in der Stillzeit auftreten. Zu wissen, wie die Brust normal aussieht und sich anfühlt, ist auch in dieser Zeit wichtig, um bei Veränderungen einen Arzt oder eine Ärztin um Rat zu fragen.

  • Irrtum 7: Brustkrebs kann man nicht vorbeugen. Stimmt nicht. Die Erkrankung selbst lässt sich zwar kaum verhindern, weil noch viel zu wenig über die direkten Ursachen bekannt ist. Dennoch kann durch eine gesunde Lebensweise (gesunde Ernährung, Normalgewicht, ausreichend Bewegung, kein Nikotin, Alkohol in Maßen) das Risiko gesenkt werden. Besonders wichtig ist, außerdem, dass der Krebs möglichst früh erkannt wird. Frauen ab dem 50. Lebensjahr erhalten alle zwei Jahre eine Einladung zum Mammographie-Screening, ein kostenfreies Angebot zur Krebsfrüherkennung.

  • Irrtum 8: Das Risiko, an Brustkrebs zu sterben, ist extrem hoch. Leider ist der Anteil der Frauen, bei denen die Krankheit spät erkannt wird, immer noch sehr hoch. Aber: Je kleiner der Tumor ist, desto größer sind die Heilungs-Chancen, also die Wahrscheinlichkeit, dass der Krebs komplett entfernt werden kann und nicht wieder auftritt

  • Irrtum 9: Chemotherapie ist die einzige Behandlungsmöglichkeit bei Brustkrebs. Nein. In den meisten Fällen wird der Tumor operativ entfernt und eventuell Lymphknoten aus der Achselhöhle entnommen. Nach fast jeder brusterhaltenden Operation wird die Brust, eventuell auch die Achselhöhle, nachbestrahlt. Eventuell kommt auch noch eine Hormon- und Antikörpertherapie hinzu.

  • Irrtum 10: Zu enge BHs verursachen Brustkrebs. Nein. In der Forschung ist von einem solchen Zusammenhang bisher nichts bekannt.

  • Irrtum 11: Wer Hormone einnimmt, senkt sein Risiko. Nein. Es ist mittlerweile erwiesen, dass die Hormonersatztherapie in den Wechseljahren, die Wechseljahresbeschwerden lindern sollen, das Risiko für Brustkrebs erhöht. Hormonelle Verhütungsmittel wie die Pille erhöhen nach dem aktuellen Kenntnisstand das Brustkrebsrisiko geringfügig.


Quelle:
www.komen.de


 

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