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Deutsche gehen zu wenig zur Krebsfrüherkennung

[18.11.2009] Die Möglichkeiten der Krebsfrüherkennung werden hierzulande leider immer noch zu selten genutzt. Nur ein Viertel aller Männer und knapp zwei Drittel aller Frauen nehmen die Angebote wahr. Die Gründe dafür wurden jetzt in einer Befragung untersucht.

Die aktuelle Forsa-Umfrage der Techniker Krankenkasse (TK) ergab, dass nur jeder vierte Mann und sechs von zehn Frauen regelmäßig zu den Untersuchungen gehen. Dabei bedeutet die Diagnose „Krebs“ schon lange nicht mehr, auch an der Erkrankung zu versterben. Viele Krebsarten können, frühzeitig erkannt, geheilt werden, bei anderen wiederum kann die Lebenserwartung dank wirksamer und verträglicher Therapien noch viele Jahre und Jahrzehnte betragen.

Häufigster Grund: „Gehe nur zum Arzt, wenn ich krank bin!“

Die meisten der Vorsorgemuffel haben die Einstellung, dass sie nur bei Beschwerden zum Arzt gehen müssen. 61 Prozent der Männer und 55 Prozent der Frauen gaben dies als Grund an, warum sie nicht zur Krebsvorsorge gehen. 44 Prozent der Frauen und 39 Prozent der Männer sind die Untersuchungen unangenehm. Ein weiteres Argument war Zeitmangel. Jeder vierte Mann und jede sechste Frau gaben an, dass ihnen die Zeit fehle, um sich der Krebsfrüherkennung zu widmen.

Darüber hinaus könnte aber auch Unwissenheit ein Grund für die noch zu seltene Teilnahme an der Krebsfrüherkennung sein. Immerhin 41 Prozent der Befragten wussten nicht, auf welche Untersuchungen sie überhaupt Anspruch haben. Jeder Vierte hatte sich noch nie über das Thema Krebsfrüherkennung informiert. Aufgabe aller Beteiligten im Gesundheitssystem, von den Krankenkassen über die Politiker bis hin zu den Ärzten, so Dr. Peter Düker von der TK, müsse es deshalb sein, die Bevölkerung noch besser über die Möglichkeiten der Krebsfrüherkennung und –vorsorge aufzuklären.

Auf den Internetseiten der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. können sich Interessierte unter dem Menüpunkt „Früherkennung/Vorsorge“ über die Angebote der gesetzlichen Krankenkassen zur Krebsfrüherkennung informieren.

Quellen:
Pressemitteilung der Techniker Krankenkasse vom 4. Oktober 2009
Pressemitteilun der „Deutschen Krebsgesellschaft vom 14.10.2009



 

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