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Wechseljahresbeschwerden – Hormone oder nicht?

[13.11.2009] In den letzten Jahren ist die Hormontherapie bei Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen in Verruf geraten. Grund dafür sind Nebenwirkungen wie etwa ein erhöhtes Brustkrebsrisiko. Eine Leitlinie fasst die aktuellen und wissenschaftlich gesicherten Erkenntnisse zusammen.

Zwanzig medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften, Verbänden, Arbeitsgemeinschaften und Selbsthilfegruppen erarbeiteten in etwa zwei Jahre die sogenannte S3-Leitlinie. Diese Leitlinie wird in Zukunft eine wichtige Hilfe auf dem Weg zur gemeinsamen Entscheidung von Arzt und Patientin über die Durchführung einer Hormontherapie darstellen.

Frauen in den Wechseljahren suchen häufig ärztliche Beratung, um sich über eine Hormontherapie mit Östrogenen - gegebenenfalls auch in Kombination mit Gelbkörperhormonen - zu informieren. Sie erwarten von dieser Behandlung eine Linderung der Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen oder Schweißausbrüche und dadurch womöglich eine Verbesserung ihrer Lebensqualität. Häufig stellen betroffene Frauen Fragen über denkbare vorbeugende Wirkungen einer Hormontherapie auf Erkrankungen, die nach den Wechseljahren entstehen könnten. Sie befürchten allerdings auch, dass diese Therapie Nebenwirkungen zeigt. Die Bewertung von Nutzen und Risiken der Hormontherapie wird seit vielen Jahren kontrovers diskutiert. Eine Leitlinie war allerdings bislang nicht vorhanden. Und das, obwohl die Hormontherapie eine der am häufigsten durchgeführten Arzneimitteltherapien ist.

Besonders wichtig: Sorgfältige individuelle Aufklärung der Patientin

In der Leitlinie werden die aktuellen gesicherten Erkenntnisse bezüglich des Nutzens und der Risiken einer Hormontherapie bei Wechseljahresbeschwerden zusammengefasst. Empfehlungen werden formuliert, die Behandlern und Patientinnen zukünftig die Entscheidung für oder gegen eine Hormontherapie erleichtern sollen. Einen besonderen Stellenwert in der Leitlinie nehmen die Empfehlungen zur Risikokommunikation ein. Denn: Die betroffenen Frauen müssen sorgfältig über den Nutzen und die Risiken der Hormontherapie aufgeklärt werden. Dabei ist immer der individuelle Fall zu berücksichtigen. So müssen beispielsweise Frauen mit bereits bestehenden Erkrankungen anders beraten werden als gesunde Frauen.

Quelle:
DGGG, Pressemitteilung vom 07.09.2009: „Erste deutschsprachige S3-Leitlinie zur Hormontherapie in und nach den Wechseljahren“ www.dggg.de




 

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