Home > Interessierte Frauen > Aktuelles/News > Brustkrebs: Amputation oft nicht erforderlich

Brustkrebs: Amputation oft nicht erforderlich

[20.10.2009] Frauen mit Brustkrebs können heutzutage meist brusterhaltend operiert werden. Erfüllt die Patientin bestimmt Voraussetzungen, liegt die Überlebensrate bei einer Operation ohne Brustamputation genauso hoch wie bei einer mit Amputation. Das berichten Brustkrebs-Experten aus Ulm.

Die Fachärzte der Universitätsfrauenklinik in Ulm – Direktor Prof. Rolf Kreienberg, Dr. Achim Wöckel und Dr. Ziad Atasse - erläuterten wichtige Behandlungsstrategien in der „Ärztezeitung“. Demnach ist es in den meisten Fällen möglich, eine Brustkrebs Brust erhaltend zu operieren. Allerdings sollte auf eine brusterhaltende Therapie verzichtet werden, wenn beispielsweise ein sehr ungünstige Verhältnis zwischen Tumorgröße und Brustgröße besteht, mehr als eine Krebsgeschwulst in unterschiedlichen Brustbereichen (multizentrische Karzinome) vorliegt oder es sich um einen entzündlichen Brustkrebs (inflammatorischen Mammakarzinom) handelt.

Frauen, bei denen eine brusterhaltende Therapie vom Befund her nicht infrage kommt und eine Amputation bevorsteht, sollten sich vor dem Eingriff über die Möglichkeit eines Brustrekonstruktion oder das Tragen einer Brustprothese aufgeklärt lassen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt ist es für die Patientin ratsam, sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen. Die psychische Belastung durch den Krebs lässt sich dadurch besser bewältigen.

Quelle:
Beitrag „Amputation der Brust ist beim Mamma-Ca meist nicht nötig“ Ärztezeitung vom 18.09.2009





 

Hinweis

Aufgrund fehlender Finanzmittel wird diese Seite zur Zeit nicht mehr aktiv gepflegt. Der aktuelle Stand bleibt zu Ihrer Information erhalten

Fachbegriffe

Lexikon