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Übergewicht und Rauchen erhöhen Brustkrebs-Risiko

[09.10.2009] Eine aktuelle Studie aus Kanada belegt erneut, dass durch eine gesunde Lebensweise das Brustkrebsrisiko gesenkt werden kann. Das Besondere an der Untersuchung: Die Forscher hatten erstmals nur Frauen untersucht, die keine genetische Veranlagung für Brustkrebs hatten.

Denn: Frauen mit Genveränderungen in den Brustkrebsgenen BRCA1 und BRCA2 haben ein besonders hohes Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Diese Risikogen-Trägerinnen nahmen nicht an der Studie teil. Die Forscher konzentrierten sich vielmehr darauf, welchen Einfluss Ernährung, Körpergewicht, Sport und Rauchen auf die Entstehung von Brustkrebs hatten. Dazu befragten die Wissenschaftler 280 Brustkrebs-Patientinnen und 280 gesunde Frauen nach ihren Lebensgewohnheiten.

Das Ergebnis: Die befragten Frauen, die nach ihrem 20. Lebensjahr an Gewicht zunahmen, erhöhten damit ihr Brustkrebsrisiko – und zwar deutlich. Hatten die Studienteilnehmerinnen mehr als 15,5 Kilogramm zugelegt, stieg ihr Brustkrebsrisiko durchschnittlich um 68 Prozent. Je später im Leben sich die zusätzlichen Pfunde um die Hüften legten, umso höher war auch das Erkrankungsrisiko: Nahmen die Frauen erst nach ihrem 50. Geburtstag zu, verdreifachte sich ihr Brustkrebsrisiko.

Wer etwas für seine Gesundheit tun möchte, sollte auf sein Gewicht achten und Sport treiben. Denn Frauen, die sich regelmäßig bewegen, verringern ihr Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, um 52 Prozent. Und auch der Verzicht auf Nikotin verringert das Brustkrebsrisiko deutlich. Die Forscher konnten mit ihrer Studie zeigen, dass Frauen, die neun Jahre lang täglich eine Schachtel Zigaretten rauchten, ein um 59 Prozent gesteigertes Brustkrebsrisiko haben als Abstinenzlerinnen.

Quelle:
Bissonauth V et al. Weight History, Smoking, Physical Activity and Breast Cancer Risk among French-Canadian Women Non-Carriers of More Frequent BRCA1/2 Mutations. Journal of Cancer Epidemiology, Volume 2009 (2009), Article ID 748367, 11 pages. doi:10.1155/2009/748367



 

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