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Was bringt das Mammografie-Screening?

[02.10.2009] Welchen Nutzen hat das Mammografie-Screening, zu dem seit 2005 zehn Millionen Frauen in Deutschland alle zwei Jahre eingeladen werden? Kürzlich wurden aktuelle Daten zur Reihenuntersuchung auf Brustkrebs veröffentlicht.

Im Rahmen des Mammographie-Screenings wird jede Frau im Alter von 50 bis 69 Jahren alle 24 Monate zum Mammografie-Screening eingeladen. Zehn Millionen Frauen sind es also, die bei der Reihenuntersuchung ihre Brust mit Röntgenstrahlen untersuchen lassen. Die Kosten liegen bei 300 bis 400 Millionen Euro pro Jahr. Der Gemeinsame Bundesausschuss und die Kooperationsgemeinschaft Mammographie veröffentlichen kürzlich eine erste Zwischenbilanz des Projekts.

Seit Beginn der Reihenuntersuchung auf Brustkrebs im Jahr 2005 haben Ärzte bei wesentlich mehr Frauen Tumore entdeckt als zuvor. Die Mediziner fanden bei 7 bis 8 von 1000 Frauen einen Tumor. Ohne Screening waren vorher bei 2 bis 3 von 1000 Frauen Karzinome entdeckt worden. Beim Screening fielen mit 30,8 Prozent rund doppelt so viele kleine Tumore (Größe bis zum 10 Millimeter) auf als vorher (14 Prozent). Das ist gut. "Für Frauen mit kleinen Tumoren, die nicht gestreut haben, bestehen mit dem Screening die besten Chancen auf eine vollständige Heilung", betont Karin Bock, Leiterin des Referenzzentrums Mammografie Südwest. Häufig könnten Frauen durch die Früherkennung auch ihre Brust behalten.

Daten zur Anzahl der geretteten Leben werden 2015 erwartet
Sterben deutlich weniger Frauen an Brustkrebs, wenn bis zu zehn Millionen von ihnen regelmäßig zur Mammographie gehen? Darauf kann es für Deutschland noch keine Antwort geben. Frühestens im Jahr 2015 lässt sich ersehen, wie viele Frauen ihre Krankheit über einen langen Zeitraum überleben. Nachbarn wie die Niederlande, die schon seit vielen Jahren screenen, haben ihre Rechnung schon aufgemacht: Von 200 Frauen, die sich 20 Jahre testen lassen, wird eine zusätzlich gerettet - sagen Studien. Im Moment gehen Schätzungen für Deutschland davon aus, dass es mit erfolgreichem Screening hierzulande in Zukunft jedes Jahr bis zu 2.000 Brustkrebstote weniger geben könnte - also rund 15.500 statt 17.500.

Quelle:
Kooperationsgemeinschaft Mammographie: „Erster Evaluationsbericht vorgestellt“ Pressemitteilung vom 21.09.2009; www.mammo-programm.de



 

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