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Frauen verzichten auf Hormonpräparate in den Wechseljahren

[17.09.2009] Nach Angaben der Techniker Krankenkasse nehmen immer weniger Frauen in der BRD Hormone gegen Wechseljahresbeschwerden ein. Die geringere Einnahme der Hormonpillen geht mit weniger Brustkrebsfällen in dieser Altersgruppe einher.

Viele Frauen leiden in den Wechseljahren unter Schweißausbrüchen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen und versuchen, diese mit sogenannten Östrogen-Gestagen-Präparate zu lindern. 2002 wurden allerdings erstmals Daten veröffentlicht, die beweisen, dass diese Hormonpräparate das Risiko erhöhen, an Brustkrebs zu erkranken. Auch Schlaganfälle, Herzinfarkte und Thrombosen treten häufiger auf. Über die Medien wurden vielfach über diese Zusammenhänge berichtet. Die Ärzte wurden von ihren Fachverbänden aufgefordert, Hormonersatztherapien gegen Wechseljahresbeschwerden nur in Fällen mit einem hohen Leidensdruck zu verschreiben.

Hormonersatzpräparate sollten nur bei starken Beschwerden eingenommen werden

Seitdem nehmen immer weniger Frauen in den Wechseljahren Hormonpräparate ein. Wie die Techniker Krankenkasse (TK) in einer aktuellen Pressemitteilung berichtet, zeigen Zahlen des TK-Gesundheitsreports, dass noch im Jahr 2000 37 Prozent der Frauen zwischen 45 und 65 Jahren Hormone einnahmen. 2008 lag der Anteil nur noch bei 11,6 Prozent. Eine deutsche Studie habe nun bestätigt, dass seitdem auch weniger Brustkrebsfälle aufgetreten seien: Bei den 50- bis 59-Jährigen sank die Zahl zwischen 1996 und 2005 um 12 Prozent.

Experten empfehlen, dass Frauen mit Wechseljahresbeschwerden gemeinsam mit ihrem Arzt Risiken und Nutzen einer Hormonersatztherapie sorgfältig abwägen sollten. Auf 10.000 Frauen, die Östrogene und Gestagene einnehmen, kommen pro Jahr etwa acht zusätzliche Brustkrebsfälle. Eine aktuelle Studie aus Dänemark geht zudem davon aus, dass auch jeder zwanzigste Eierstockkrebs auf die Hormonersatztherapie zurückzuführen ist.

Quelle:
Pressemitteilung der Techniker Krankenkasse „Nur noch jede zehnte Frau nimmt Hormone in den Wechseljahren: Brustkrebszahlen sinken“ vom 31.07.2009


 

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