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Brustkrebs: Aufklärung tut Not

[27.08.2009] Eine aktuelle Umfrage bei Frauen im Alter von 50 bis 69 zeigt, dass noch immer viele Frauen falsche Vorstellung über das Brustkrebsrisiko und die Vorteile der Krebsvorsorge haben. Erfreulich ist allerdings: Das Mammographie-Screening erhielt von den Frauen gute Noten.

Allerdings bestehen auch hinsichtlich des Mammographie-Screening noch Wissens- und Informationsdefizite, wie Hilde Schulte, Bundesvorsitzende der Frauenselbsthilfe nach Krebs, auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Senologie in Düsseldorf berichtete. Dort wurden die Umfrageergebnisse vorgestellt. Demnach sahen die meisten Screening-Teilnehmerinnen die erbliche Vorbelastung als Hauptfaktor für die Entstehung von Brustkrebs an. Tatsächlich ist jedoch nur jede 10. bis 20. Erkrankung erblich bedingt. Und 60 Prozent der Befragten wissen nicht, dass das Mammakarzinom und das Lebensalter in engem Zusammenhang stehen. Denn Fakt ist, dass heutzutage das Durchschnittsalter für Brustkrebs bei 63 Jahren liegt (wir berichteten).

Schulte berichtete außerdem, dass jede zweite befragte Frau fälschlicherweise glaubte, dass eine Mammographie die Entstehung von Brustkrebs verhindern kann. Richtig ist hingegen, dass durch die Röntgenuntersuchung Brustkrebs in einem frühen Stadium entdeckt werden kann und die betroffenen Frauen somit eine hohe Chance haben, von ihrer Brustkrebserkrankung komplett geheilt zu werden.

Lob für Mammographie-Screening

An der Befragung teilgenommen hatten insgesamt 3226 Frauen zwischen 50 und 69 Jahren, die im Rahmen des bundesweiten Mammographie-Screenings alle zwei Jahre zur Röntgenuntersuchung eingeladen werden. Die Antworten zeigen, dass die Akzeptanz der Reihenuntersuchung recht hoch ist: 66 Prozent der Frauen folgten der Aufforderung zur Untersuchung und waren mit dem Verlauf und dem Ergebnis zufrieden. Etwa 90 Prozent von ihnen würden wieder daran teilnehmen und 89 Prozent würden die Reihenuntersuchung einer Freundin oder Bekannten weiterempfehlen.

Das Mammografie-Screening wurde von allen Früherkennungsmaßnahmen als die sicherste eingeschätzt und von 81 Prozent der teilnehmenden Frauen in seinem Nutzen höher bewertet als das Risiko der Strahlenbelastung. Es erhöhte nach Meinung von 94 Prozent der Befragten die Heilungschancen bei Brustkrebs durch eine frühe Diagnose. 89 Prozent der Frauen gaben an, dass sie größeres Vertrauen in die Untersuchung hätten, wenn die Bilder von zwei Experten befundet würden.

Für 88 Prozent der Teilnehmerinnen erleichterte das Einladungsschreiben und die Terminvorgabe die Teilnahme am Screening. Das Screening wurde von den Frauen keineswegs als unpersönliche Massenabfertigung empfunden.

Quelle:
Nach Informationen der Ärzte Zeitung vom 16.06.2009




 

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