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Viel Pommes und Chips erhöhen nicht Brustkrebsrisiko

[20.08.2009] Aufgrund von Tierversuchen wurde vermutet, dass ein erhöhter Konsum von Acrylamid Brustkrebs auslösen könne. Dem ist aber nicht so, wie jetzt US-Forscher in einer Untersuchung feststellten.

Acrylamid entsteht vor allem bei starkem Erhitzen von stärkehaltigen Lebensmitteln und findet sich daher beispielsweise in Pommes Frites, Backwaren und Kartoffelchips. Dem Amid wird eine krebsauslösende Wirkung beim Menschen zugeschrieben. So ließen Tierversuche vermuten, dass Acrylamid Brustkrebserkrankungen auslösen könne.

Inwiefern die Acrylamid-Aufnahme auch tatsächlich das Brustkrebsrisiko beim Menschen beeinflusst, untersuchten US-Wissenschaftler, in dem sie Daten der „Nurses' Health Study II“ auswerteten. Im Rahmen dieser Studie werden tausende von teilnehmenden Krankenschwestern in den USA über viele Jahre nach ihren Ernährungsgewohnheiten und ihrem Gesundheitszustand befragt. Die erfassten Daten liefern wichtige Erkenntnisse zur Ernährungskunde und Krebsrisiken bei Frauen.

Aktuelle Analyse zu Acrylamid
Die US-Wissenschaftler werteten nun die Daten von 90.628 Frauen aus. Alle Frauen hatten die Wechseljahre noch vor sich und wurden hinsichtlich der Menge ihres Acrylamid-Konsums in vier Gruppen eingeteilt. Zuvor hatten die Forscher die Acrylamid-Aufnahme aus der täglichen Nahrungsaufnahme errechnet, indem sie Fragebögen zur Ernährung aus den Jahren 1991, 1995, 1999, 2003 auswerteten. Im Zeitraum 1991 bis 2005 waren bei den Frauen insgesamt 1.179 Brustkrebsfälle aufgetreten.

Die Wissenschaftler stellten fest, dass es bezüglich der Brustkrebs-Erkrankungshäufigkeit in der Gruppe der Frauen mit der höchsten Acrylamid-Aufnahme keinen Unterschied gab im Vergleich zu der Frauengruppe mit der geringsten Acrylamid-Aufnahme. Die Forscher untersuchten zudem, ob andere Risikofaktoren wie Rauchen oder die Einnahme von Geschlechtshormonen den Zusammenhang zwischen Acrylamid-Aufnahme und Brustkrebsrisiko beeinflusst haben könnten. Aber auch hier waren die Ergebnisse negativ.

Somit zogen die Forscher das Fazit, dass es keinen Anhalt dafür gibt, dass der erhöhte Konsum von Lebensmitteln mit Acrylamid das Brustkrebsrisiko bei Frauen vor den Wechseljahren erhöht.

Quelle:
Wilson KM et al. Dietary Acrylamide Intake and Risk of Premenopausal Breast Cancer. American Journal of Epidemiology 2009 169(8):954-961




 

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