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Deos verursachen keinen Brustkrebs!

[08.06.2009] Es ist ein Märchen, dass die Verwendung von Deos und das Rasieren der Achselhöhle die Entstehung von Brustkrebs fördern könnten. Darauf weisen erneut Krebsexperten hin. Hingegen ist unbestritten, dass eine gesunde Lebensführung das Krebsrisiko senkt.

Wer also vorbeugen will, sollte sich gesund ernähren, auf Nikotin verzichten, Alkohol nur in Maßen genießen, auf ein Normalgewicht achten und sich regelmäßig sportlich bewegen. Hingegen fördert „Muffeln“ nicht die Gesundheit. Denn: Laut Deutscher Krebsgesellschaft gibt es keine Beweise dafür, dass Deodorants oder das Rasieren der Achselhaare Brustkrebs verursachen könnten. Die Krebsgesellschaft bezieht sich dabei auf eine aktuelle Stellungnahme eines Expertengremiums der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO).

Britische Studie führte zur Warnung vor Paraben-haltigen Deos
Im Jahr 2004 konnten in einer britischen Studie Rückstände des Konservierungsmittels Paraben, das in Deodorants, Körpersprays, Kosmetika und Arzneimitteln verwendet wird, in Krebstumoren nachgewiesen werden. Der britischen Studie zufolge hätte es einen Zusammenhang zwischen Paraben-haltigen Deodorants und Brustkrebs geben können. Daraufhin hatten Experten unter anderem auch die Deutsche Krebsgesellschaft geraten, auf Paraben-haltige Deodorants vorerst zu verzichten.

„Steigert das Benutzen von Antitranspirants und/oder Deodorants, welche Aluminiumsalze, antimikrobielle Substanzen und Konservierungsmittel enthalten, das Mammakarzinomrisiko?“ Dieser Frage gingen nun Professor Anton Scharl (Amberg), Professor Uwe-Jochen Göhring (Bonn) und Dr. Florian Schütz (Heidelberg) erneut nach und sichteten aktuelle Daten. Die Forscher schreiben am Ende ihrer Untersuchung: „Vor allem unter dem Aspekt, dass die Risiko steigernde Wirkung anderer Faktoren der Lebensführung wie Fortpflanzungs- und Ernährungsverhalten deutlich besser belegt sind, sollte der Fokus darauf zielen, dass diese Erkenntnisse zu einer positiven Verhaltensänderung führen, anstatt durch schlecht oder gar nicht belegte Behauptungen zur Brustkrebsentstehung Ängste ausgelöst werden.“

Die Brustkrebs-Experten raten deshalb Frauen lieber zu einer gesunden Lebensführung. Diese beinhalte viel größere Chancen, als die Gefahr durch die verwendeten Chemikalien jemals verursachen könnte.

Quelle:
„Brustkrebs: Vorerst Freispruch für Deodorants!“ Pressemitteilung der Deutschen Krebsgesellschaft vom 15.04.2009


 


 

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