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Ministerin Schmidt ruft dazu auf, Krebsfrüherkennung zu nutzen

[06.04.2009] Deutschlands Angebote in puncto Krebsfrüherkennung können sich in Europa sehen lassen. Allerdings nimmt nur jede zweite Frau hierzulande die kostenlosen Vorsorgeuntersuchungen wahr. Bei den Männern gibt es noch mehr „Vorsorgemuffel“: Nur jeder Fünfte geht zur Krebsfrüherkennung.

Anlässlich des Weltkrebstags 2009 rief Bundesministerin Ulla Schmidt deshalb dazu auf, die bestehenden Angebote der Krebsfrüherkennung zu nutzen. Denn Deutschland stehe im europaweiten Vergleich bei der Krebsfrüherkennung gut da. Bereits seit 1971 werde allen gesetzlich Versicherten ein breites Spektrum an Krebsfrüherkennungsuntersuchungen angeboten. Gerade hinsichtlich der Brustkrebs-Früherkennung biete Deutschland europaweit das größte Mammographie-Screening mit modernsten Geräten an. Das Programm zur Brustkrebs-Früherkennung wurde ab 2004 flächendeckend in Deutschland eingeführt.

Umfangreiches und kostenloses Programm zur Krebsfrüherkennung in Deutschland
Alle drei vom Rat der Europäischen Union empfohlenen Krebsfrüherkennungsuntersuchungen für Darm-, Brust- und Gebärmutterhalskrebs gehören hierzulande zum Angebot der gesetzlichen Krankenkassen. Darüber hinaus steht seit Juli 2008 allen gesetzlich Versicherten ein zweijährliches Hautkrebsscreening zur Verfügung. In keinem anderen europäischen Land ist dies der Fall. Verbessert werden müssen allerdings die Teilnahmeraten für Krebsfrüherkennungsuntersuchungen. Besonders Männer treten hier als 'Vorsorgemuffel' hervor. Während bisher knapp 50 Prozent der Frauen die Angebote zur Krebsfrüherkennung wahrnehmen, sind es bei den Männern nur etwa 20 Prozent.

Nationale Krebskonferenz im Juni 2009 in Berlin
Der Nationale Krebsplan zielt darauf ab, mehr Menschen zu einer Teilnahme an den Krebsfrüherkennungsuntersuchungen zu motivieren. Der Krebsplan wurde vom Bundesministerium für Gesundheit gemeinsam mit der Deutschen Krebshilfe, der Deutschen Krebsgesellschaft und der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Tumorzentren am 16. Juni 2008 initiiert. Derzeit erarbeitet eine Expertengruppe Maßnahmen und Empfehlungen. Erste Arbeitsergebnisse sollen auf der ersten Nationalen Krebskonferenz im Juni 2009 in Berlin vorgestellt werden.

Quelle:
Pressemitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit „Weltkrebstag 2009: Deutschland steht bei Krebsfrüherkennung im europäischen Vergleich gut da“ vom 03.02.2009; www.bmg.bund.de

 

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