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Positive Resonanz auf das Mammographie-Screening

[07.03.2009] Eine aktuelle Umfrage bei rund 9000 Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren hat ergeben, dass das Mammographie-Screening bei den Befragten gut ankommt. Die Meisten halten die Röntgen-Reihenuntersuchung, mit der ein möglicher Brustkrebs früh erkannt werden soll, für zuverlässig und nützlich.

Die Umfrage-Studie zum Thema „Inanspruchnahme des Mammographie-Screenings – Barrieren und erste Erfahrungen mit dem qualitätsgesicherten Screening“ zeigt außerdem, dass 90 Prozent aller Screening-Teilnehmerinnen bei der nächsten Einladung wieder am Screening-Programm teilnehmen würden.

Die Studie wurde von der Women's Health Coalition und der Frauenselbsthilfe nach Krebs initiiert und vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert. Ziel der Umfrage war es, zu erfassen, warum anspruchsberechtigte Frauen am Mammographie-Screening teilnehmen oder nicht teilnehmen. Für die Untersuchung wurden zufallsverteilt mehr als 68.000 Haushalte angerufen. Hieraus ergab sich eine Stichprobe von 9004 Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren. Alle wurden telefonisch befragt; ein Teil der Frauen füllte zudem einen umfangreichen Fragebogen aus.

Selbst Frauen, die nicht teilgenommen haben, bewerten Nutzen des Screenings als positiv
94 Prozent der Screening-Teilnehmerinnen finden, dass das Mammographie-Screening die Heilungschancen von Brustkrebs durch eine frühe Diagnose erhöht. Dieser Auffassung sind auch 88 Prozent der Screening-Nicht-Teilnehmerinnen, d.h. Frauen, die eine Einladung erhalten, sich aber gegen eine Teilnahme entschieden haben.

81 Prozent der Screening-Teilnehmerinnen und 66 Prozent der Screening-Nicht-Teilnehmerinnen sind der Meinung, dass der Nutzen des Screenings größer ist als die Strahlenbelastung.

88 Prozent der Screening-Teilnehmerinnen und 70 Prozent der Screening-Nicht-Teilnehmerinnen geben an, dass der Terminvorschlag im Einladungsschreiben der Zentralen Stellen eine Teilnahme erleichtert.

Frauen wissen noch immer zu wenig über Brustkrebs
Allerdings konnten in der Studie auch einige Wissensdefizite bei den Frauen aufgedeckt werden: „Fast zwei Drittel der Frauen wissen nicht, dass das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, mit zunehmendem Alter ansteigt. Hier werden wir in Zukunft vermehrt Aufklärung betreiben“, betont Frau Irmgard Naß-Griegoleit, Präsidentin der Women's Health Coalition.

Die Bundesvorsitzende der Frauenselbsthilfe nach Krebs, Frau Hilde Schulte, hebt hervor: „Was die Frauen besonders schätzen, sind die Sicherheit und Professionalität, die sie im Screening erleben. Ebenfalls empfinden die meisten Frauen den im Einladungsschreiben angebotenen festen Termin als hilfreich und fühlen sich gut betreut.“

Umfrageergebnisse sollen helfen, Brustkrebs-Aufklärung zu verbessern
Die neuen Erkenntnisse über das Mammographie-Screening werden in den Nationalen Krebsplan einfließen. Dieser wurde von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt gemeinsam mit der Deutschen Krebshilfe, der Deutschen Krebsgesellschaft und der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren am 16. Juni 2008 initiiert. Eines der Ziele des Krebsplans ist es, die Information und die Teilnahme an den Krebsfrüherkennungsprogrammen zu verbessern.

In den nächsten Wochen wird die Studie weiter ausgewertet. Auf dieser Grundlage werden zielgerichtete Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung erarbeitet. Eine ausführliche Publikation der Daten ist laut Irmgard Naß-Griegoleit geplant, wird allerdings aufgrund der Datenfülle nicht vor März 2009 erfolgen.

Quellen:
Telefonisches Gespräch von Sabine Stürmer mit Irmgard Naß-Griegoleit/Präsidentin der Women's Health Coalition am 20.01.2008
Pressemitteilung „Ulla Schmidt: Das Mammographie-Screening kommt bei den Frauen gut an!“ vom 18. Dezember 2008, Bundesministerium für Gesundheit; www.bmg.bund.de


 

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