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2010 wird Krebs Todesursache Nummer 1 sein

[18.02.2009] Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird Krebs in zwei Jahren weltweit die Haupttodesursache sein und damit Herz- und Kreislauferkranken als Haupttodesursachen ablösen. Krebserkrankungen würden dann mehr Todesfälle verursachen als AIDS, Malaria und Tuberkulose zusammen.

Allein in diesem Jahr seien rund 12 Millionen Menschen neu an Krebs erkrankt und 7,6 Millionen an den Folgen einer Krebserkrankung verstorben. Bis zum Jahr 2030 könnten es jährlich 17 Millionen Krebstote werden, wenn keine neuen, wirksameren Therapien entwickelt würden. Die Experten setzten bei ihrer Prognose voraus, dass die Weltbevölkerung mit der gegenwärtigen Geschwindigkeit weiter wächst.

Ein Grund für den Anstieg der Krebserkrankung sei die Alterung der Gesellschaften. Ein besonders starker Anstieg der Krebsrate, so der Bericht weiter, sei in den kommenden Jahren in den sogenannten Entwicklungsländern zu erwarten. Der Grund dafür sei die in diesen Ländern zunehmende Anpassung an die westliche Lebensweise mit Rauchen, fettreicher Ernährung, Fast Food und wenig körperlicher Bewegung.

Bedeutsamer Risikofaktoren: Rauchen

Rauchen sei nach wie vor der bedeutendste vermeidbare Risikofaktor für Krebs. Derzeit würden 1,3 Milliarden Menschen rauchen. Nach Angaben der Forscher ist bei Männern der Lungenkrebs für die meisten Todesfälle verantwortlich, bei Frauen ist es Brustkrebs. Krebs verursache auch insgesamt unter Männern mehr Todesfälle als unter Frauen.

In einigen westlichen Ländern geht der Zigarettenkonsum zurück, so die Wissenschaftler. In den USA lag der Anteil der Raucher im vergangenen Jahr erstmals unter 20 Prozent der Gesamtbevölkerung, die Raucherquote sinkt dort seit Jahren. Die Tabakindustrie hat jedoch in China und in Indien längst neue Kundschaft gefunden. Dort leben mittlerweile 40 Prozent aller Raucher weltweit. So werde Krebs, der lange als typische Krankheit des reichen Westens galt, zu einem immer größeren Problem in Schwellenländern, schreiben die Forscher.

Häufige Krebsursache in Entwicklungsländern: Infektionen

In Entwicklungsländern gehören zudem Infektionen zu den wichtigsten Verursachern von Krebserkrankungen. So ist beispielsweise Gebärmutterhalskrebs, der in den meisten Fällen auf eine Infektion mit Humanen Papillomviren (HPV) zurückgeht, bei Frauen in Entwicklungsländern die häufigste krebsbedingte Todesursache.

Die Möglichkeit, eine adäquate Krebstherapie zu erhalten, ist weltweit sehr unterschiedlich. In Entwicklungsländern werden viele Krebspatienten nicht ausreichend behandelt - mehr als 80 Prozent von ihnen erhalten lediglich eine palliative Therapie, die nicht auf eine Heilung, sondern nur auf eine Verzögerung der Erkrankung und Linderung von Beschwerden abzielt.

Quellen:
World Cancer Report 2008, www.who.int
Nachricht „Immer mehr Menschen sterben weltweit an Krebs“ der Deutschen Krebsgesellschaft vom 18.12.2008


 

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