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Was Migräne mit Brustkrebs zu tun hat

[19.01.2009] Migräne quält viele Frauen – könnte aber auch einen positiven Aspekt haben. Denn: Frauen mit Migräne haben anscheinend ein geringeres Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Die Wahrscheinlichkeit für den Tumor sinkt bei ihnen im Vergleich zu Frauen ohne Kopfschmerzen um 30 Prozent, wie US-Forscher nun herausfanden.

Als Ursache wird ein hormoneller Zusammenhang vermutet, denn bei den meisten Brustkrebserkrankungen als auch bei der Migräne spielen die weiblichen Geschlechtshormone eine wichtige Rolle. So verändert sich die Schwere und Anzahl der Migräneanfälle bei vielen Betroffenen mit den monatlichen Hormonschwankungen oder mit einer Schwangerschaft. Und zwei Drittel aller Brustkrebserkrankungen werden durch das weibliche Geschlechtshormon Östrogen zum Wachstum angetrieben und gelten somit als „hormonsensibel“.
In ihrer Untersuchung analysierten Christopher I. Li vom Fred Hutchinson Krebsforschungszentrum in Seattle die Daten von insgesamt 3.412 Frauen aus. 1.938 der Studienteilnehmerinnen waren an Brustkrebs erkrankt. Die Forscher erfassten außerdem, welche Frauen von Migräne betroffen waren und fanden bei der anschließenden Auswertung heraus, dass Migräne-Patientinnen im Vergleich zu Frauen ohne Migräne ein um 30 Prozent niedrigeres Risiko für hormonsensiblen Brustkrebs hatten.
Somit scheint es sehr wahrscheinlich, dass bei dem verringerten Brustkrebsrisiko der Migräne-Patientinnen die Ursache dafür bei den Hormonen liegt, allerdings sind die genauen Mechanismen noch unklar. Die Forscher vermuten, dass Hormonschwankungen eine Rolle spielen und sehen darin neue mögliche Ansatzpunkte - etwa, um das Brustkrebsrisiko künftig besser zu bestimmen oder auch um die Biologie dieses Krebses weiter zu erforschen.

Quelle:
Mathes RW et al. Migraine in Postmenopausal Women and the Risk of Invasive Breast CancerCancer Epidemiology Biomarkers & Prevention 17, 3116-3122, November 1, 2008. doi: 10.1158/1055-9965.EPI-08-0527



 

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